Roland Waedt

Warum Spiritualität nichts mit Perfektion zu tun hat

Warum Spiritualität nichts mit Perfektion zu tun hat

Perfektion ist eine Ablenkung

Perfektion klingt nach Disziplin. Nach „ich hab’s im Griff“. Nach Entwicklung. Doch Perfektion ist oft eine Ablenkung. Sie verschiebt den Fokus: weg vom Kontakt, hin zum Bild. Und genau dort verliert Spiritualität ihren Kern.

Bewusstsein ist nicht sauber

Bewusstsein ist nicht sauber. Es ist nicht immer ruhig. Nicht immer freundlich. Nicht immer licht. Wer wirklich hinschaut, sieht auch: Widerspruch. Ego. Angst. Müdigkeit. Das ist kein Fehler. Das ist Mensch.

Warum Perfektion so beliebt ist

Perfektion ist beliebt, weil sie Kontrolle verspricht. Wenn ich alles richtig mache, passiert nichts Falsches. Das ist eine verständliche Fantasie. Doch Bewusstsein ist keine Absicherung. Es ist eine Öffnung. Und Öffnung ist nie perfekt.

Spirituelle Perfektion ist oft ein neues Ideal

Man kann auch Spiritualität perfektionieren. Das perfekte Ritual. Die perfekte Morgenroutine. Die perfekte Ruhe. Doch dann wird Spiritualität ein neues Ideal. Ein neuer Druck. Und Druck ist selten Bewusstsein. Druck ist oft Angst in schöner Verpackung.

Spiritualität heißt: ehrlich bleiben

Spiritualität hat weniger mit Optimierung zu tun und mehr mit Ehrlichkeit. Ehrlichkeit darüber, wie es wirklich ist. Nicht, wie es aussehen soll. Diese Ehrlichkeit ist nicht immer angenehm. Aber sie ist tragfähig. Weil sie nicht lügt.

INDAVID und geerdete Spiritualität

INDAVID steht für geerdete Spiritualität. Ohne Esoterik. Ohne Reinheitsfantasien. Bewusstsein im Alltag. Klarheit statt Ideale. Mode als innerer Zustand bedeutet: man muss nicht besser werden, um sich zeigen zu dürfen. Man muss nur echt sein.

Unperfekt ist lebendig

Das Leben ist nicht perfekt. Und genau deshalb ist es lebendig. Spiritualität, die Perfektion verlangt, verliert das Leben. Spiritualität, die Unperfektes hält, bleibt nah. Und genau dort entsteht Tiefe.

Was bleibt, wenn man aufhört zu beweisen

Wenn man aufhört zu beweisen, bleibt etwas Einfaches. Präsenz. Kontakt. Atmung. Nicht als Ideal. Als Praxis. Und vielleicht ist genau das Spiritualität: nicht perfekt sein. sondern da.

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